Hallo Liebe Yoginis und Yogis

Danke für die liebevolle Unterstützung, die ich durch Euch erfahren durfte!
Es hat mir viel Kraft gegeben.

Für unsere Community:
Wie geht es im Yoga weiter?
Für die Norder, je nach aktueller Lage frühestens ab 04.05.20 in meiner neuen Praxis und Studio im Medicenter, Juister Str. 9, Norden.
Für die Ihlower, voraussichtlich ab 07.05.20 im Familienzentrum in Riepe.


Heute möchte ich gerne ein ein paar Worte an Euch richten, wie 
in der Yogaklasse mit unseren Stundenmotti.
Ihr habt es oft von mir gehört: 
"Yoga heißt flexibel bleiben", da ist es wieder... 
Die Zeiten erfordern eine hohe Anpassungsbereitschaft an uns alle. 
Als Yogis haben wir gelernt Herausforderungen bewußt ins Auge zu schauen und diese als Ansporn für die eigene Weiterentwicklung anzunehmen. 
 
Nun gilt es, all das Gelernte der letzten Monate anzuwenden. 
Dazu möchte ich Euch eine Perle aus dem Patanjali zukommen lassen. 
Diese beinhaltet die 8 Stufen zur Erleuchtung, früher Befreiung genannt. In unserer modernen Zeit würde ich ergänzen: "Befreiuung des eigenen Potentials". Dieser 8 gliedrige Pfad beschreibt aktueller denn je, die wichtigsten Aspekte der eigenen Weiterentwicklung.
Es ist eine Art Gebrauchsanleitung.
    

Setze Dich nun bitte bequem hin und richte Deine Aufmerksamkeit auf das Folgendes:

Geh in Deinen "Om Modus" und meistere die aktuelle Lage yogisch! 
Bleib in Deiner Mitte, atme und lasse Dich nicht von der Panik und dem Trubel im Außen und den Medien anstecken. Natürlich ist alles beängstigend, aber wir haben alles, um sicher und gut damit umgehen zu können. 
Ein paar irdisch notwendige Dinge sind dabei zu beachten, die Empfehlungen, die zur Zeit ausgesprochen werden (auch wenn dahinter vielleicht noch andere Aspekte stehen, die wir jetzt noch nicht sehen können) anzunehmen und zu befolgen. 
Es geht jetzt um Dein Wohl und Deine Gesundheit. 
Wie so oft gelesen, bitte vermeide zur Zeit persönlichen Austausch und Kontakte im Außen. Pflege Deine Verbundenheit über andere Wege, ein lieber Brief oder eine Karte die Du einwerfen kannst, der Anruf, den Du schon so lange machen wolltest, usw..
 Bleib verbunden im Herzen, das ist wichtig.
Auch für unsere Community! 
 
Lasst uns verbunden bleiben, widme Dein Sancalpa (Dein Möchten, Deine Segnung, Deine Meditation, Yogapraxis oder den bewußten Augenblick) unserer Community, Deinen Lieben, Dir und der Welt. 
Zurück zu Patanjali.  Das fünfte Glied auf den Stufen des "Erwachens" ist "Pratyahara", "Das Zurückziehen der Sinne". 
Für mich ist es genau das, worum es gerade geht, um diese Zeiten wohlbehalten zu überstehen.
 Was ist damit gemeint ? 
In vielfältiger Weise können wir heute Berichte von Menschen lesen und nachverfolgen, die Ihren "Erleuchtungs-/Befreiungsweg" erfolgreich gegangen sind. Allen gemein ist, dass es für sie einen entscheiden Lern-Part gab:
"Das Zurückziehen aus der Gesellschaft, der Gemeinschaft und dem Außen." Damals gingen die Gelehrten und Weisen in die Einsamkeit, in die Höhle, etc., wenn sie einen höheren Bewustseinsprung vollziehen wollten oder mußten. 
In der indianischen Tradition geht man auch heute noch auf Visionquest, Visionsuche. 
Buddha setzte sich Monate unter einen Baum, um zu meditieren. Wozu? 
Bleiben wir in unserem Treiben, unserem Umfeld, wie sollen wir dort die leise innere Stimme hören? Wo soll der Impuls herkommen, wachsen können ohne abgelenkt zu werden und unsere gewohnten Bahnen durchbrechen? 
Je größer der Sprung für uns ist, je größer die Herausforderung,
desto eher müssen wir vorher etwas erkennen und ändern in unserem Inneren und/ oder im Außen. 
Menschen, die diese  Entwicklungssprünge gemeistert haben, sind danach geläutert wieder herausgekommen und haben oft ihr gesamtes Leben auf den Kopf gestellt.  
Buddha, eigentlich ein reicher Fürstensohn, verschenkte nach seiner Erleuchtungserfahrung sein Hab und Gut und wurde zum geistigen Lehrer.Wie wird Pratyahara also genau praktiziert?  
Zu dieser Yogapraxis gehört es, in regelmäßigen Abständen sich bewußt aus der Außenwelt zurückzuziehen und ins Retreat zu gehen.  Meist in Klöster oder alleine zu verreisen in die Natur. 
Das Ziel: "Lenke Deine Aufmerksamkeit aus dem Außen ab und schaue erstmal auf Dich, was Du brauchst, was heilen will, welch alter Schmerz und welche Ängste endlich aufgegeben werden sollen?" 
Die Zeiten im Jetzt konfrontieren uns gerade erbarmungslos mit unseren Urängsten und unserer Existenzangst.
 Sich damit bewußt auseinanderzusetzen, diese anzunehmen und dabei zu lernen, der eigenen Kraft und der höheren göttlichen Kraft zu vertrauen, es wirklich zu verinnerlichen, ist der Lernaspekt genau in diesem Augenblick. 
Gleichzeitig erfordert es auch ein Umdenken der eigenen Gewohnheiten und des Übermaßes. 
Nicht ohne Grund wird im Retreat gefastet, teilweise sogar Geschwiegen, Handy verboten und sich in die Einfachheit zurückgezogen. Im Karmayoga bringe ich mich in die Gemeinschaft ein, eine Leistung ohne Gegenleistung. Im Kloster gibt es das Voluntariat. 
 
Auch das wird jetzt von uns gefordert. Unterstützt die Menschen, die jetzt Hilfe brauchen, alte und kranke Menschen als Beispiel.  
Was ist die Wirklichkeit an vielen Orten? 
Draußen wird sich zur Zeit um Klopapier gestritten! Ich habe gehört, das die Franzosen Wein bunkern, die Niederländer die Coffeshops stürmen und WIR horten Klopapier !??? 
Wenn Du also in einen Bunkermodus verfallen solltest, denke bitte an Aparigraha, "nicht Horten!" So bleibt für Alle etwas da. Natürlich werden wir uns alle etwas einschränken müssen, das ist in Krisenszeiten so. Machen wir das bewußt und in Liebe zu uns und den Anderen, erwächst daraus eine andere Stärke, die uns keine Extradose Vorrat oder das Mega Klopapier geben kann. Eine Stärke von Selbstvertrauen und wahrer Verbundenheit. 
Teile, unterstütze, sei aufmerksam! Attribute eines Yogis. 
Nutze diese Zeit dafür bewußt ins Pratyahara zugehen.  Je bewußter Du das tust, desto größer sind die Lernaspekte. Das ist unabhängig davon, ob Du weiter arbeiten musst oder nicht. 
Es ist die innere Ausrichtung!
 
Lenke Deinen Fokus von Außen nach Innen, so wie wir das in der Mediation mit dem Radiosendern gelernt haben und stimme Dich auf Dich ein,  Deine Innere Stimme, Dein inneres Zentrum. Lausche dort. 
Was ist zu viel geworden? Wo bedarf es einer Umkehr ? Was ist jetzt wirklich wichtig ? 
Wir brauchen auf diesem Planeten größere Umkehrhaltungen und Veränderungen. 
 Warum konnte Corona entstehen? 
Weil unser Maß Tiere zu essen, einfach nicht mehr tolerierbar ist. Die Art und Weise, wie wir mit der Erde und ihren Geschöpfen umgehen ist an die Toleranzgrenze gestoßen. Warum in Gottes Namen müssen Menschen Fledermäuse essen? Warum werden 98% des Getreideanbaus, der die Armut sofort bekämpfen würde, für Tierfutter und für die Industrie verwendet? 
Nur damit wir Fleisch essen können?
Lediglich 2% gelangen wirklich in die Nahrungskette? Das nur am Rande.
 
Es ist ein Bespiel wie notwendig Veränderungen sind und jede Krise birgt die Chance zur Veränderung und der Entwicklung. 
Mir ist wichtig, Dich zu ermuntern, nach Innen zu hören, zu hören, was Deiner Seele zu viel ist. 
Was kann sie nicht mehr tolerieren? 
Wo ist das Zuviel auf Dich und auf die Welt bezogen?
Dazu hat jeder seine eigenen Antworten. 
 
Was Liebe Ich? Wer sind meine Lieben? Wo sehe ich, dass etwas fehlt?  Was muß ich jetzt wirklich ablösen und hinter mir lassen?
Wir brauchen keine Vorsätze mehr, sondern Entscheidungen! 
Dort bist Du gefragt, dort wirst Du gebraucht! Eine essentielle Frage, die für alles anzuwenden ist, ob Du zu neuen Erkenntnissen gelangen willst oder Du Deine Ängste überwinden musst,  was auch immer es ist: 

" Was würde die Liebe sagen? " 
In Liebe
Namaste' 
Anette